Die Perspektive von Martin Stevens: Meine Unterwasserabenteuer mit einem DIVEVOLK iPhone-Gehäuse

By Ricky Jehen • Published September 03, 2025 • Updated September 03, 2025
Martin Stevens's Perspective: My Underwater Adventures with a DIVEVOLK iPhone Housing

Über den Autor: Martin Stevens

Portrait of underwater photographer and DIVEVOLK ambassador Martin Stevens.

Martin Stevens ist ein Unterwasserfotograf aus Cornwall, Großbritannien. Seine größte Leidenschaft ist es, die unglaubliche Vielfalt des Unterwasserlebens und die Verbundenheit der Menschen damit zu dokumentieren. Er fotografiert hauptsächlich beim Freitauchen, aber auch mit Pressluftgeräten oder sogar in flachen Gezeitentümpeln. Seine Fotografien wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Unterwasserfotograf des Jahres“, „Ocean Geographic Pictures of the Year“ und bei den DPG Masters. Er ist außerdem Naturforscher und Autor dreier populärwissenschaftlicher Bücher. Seine Arbeiten wurden von verschiedenen Organisationen genutzt, von Meeresschutzorganisationen bis hin zu Kosmetik- und Reiseunternehmen, und erschienen in zahlreichen Tauchmagazinen.

Webseite: wildlifevision.com
Instagram: @stevensunderwater
TikTok: @sensoryecology

Ein Gastbeitrag des UPY-preisgekrönten Fotografen Martin Stevens.

Die Welt unter der Meeresoberfläche ist ein magisches Erlebnis, und die Fotografie bietet eine eindrucksvolle Möglichkeit, anderen die Vielfalt der Meeresumwelt und ihrer Bewohner zu zeigen. Traditionell war die Unterwasserfotografie eher ein Nischenhobby und nicht für jeden zugänglich. Neben den Herausforderungen des Fotografierens unter Wasser ist die Ausrüstung meist teuer, speziell und sperrig. Doch die Zeiten ändern sich. Ein wichtiger Grund dafür ist die stetig wachsende Nutzung von Smartphones für Foto und Video sowie die Entwicklung neuer Ausrüstung für Unterwasseraufnahmen.

Smartphones stellen eine hervorragende Alternative zu größeren Kamerasystemen oder anderen Geräten dar. Viele von uns besitzen bereits ein relativ neues Smartphone, das oft beeindruckende Fotos und Videos aufnehmen kann, mit mehreren Objektiven vom Ultraweitwinkel bis zum Teleobjektiv ausgestattet ist und (anders als beispielsweise Action-Kameras) sowohl automatisch als auch manuell auf verschiedene Bereiche einer Szene (Nah- und Fernbereich) fokussieren kann.

Vom professionellen Equipment zum Taschen-Kraftpaket

Obwohl ich eine komplette spiegellose Unterwasserkamera besitze, habe ich mich schon immer für kleine, tragbare Systeme interessiert, die sich gut zum Tauchen, Schnorcheln oder sogar für flache Felsenpools eignen. Kürzlich hatte ich das Glück, dass einige meiner Fotos beim Wettbewerb „Unterwasserfotograf des Jahres“ (UPY) ausgezeichnet wurden, und ich konnte mir als Preis ein … aussuchen. DiveVolk SeaTouch Gehäuse für mein iPhone. DiveVolk war so freundlich, mir nicht nur das Gehäuse, sondern ein komplettes Set zuzusenden. Ozean-Set mit einem Weitwinkelobjektiv, zusammen mit ihren Macro +18 Pro Dioptrienund in jüngster Zeit auch ihr neues Bluetooth-VerschlussIch wollte schon länger mal Unterwasserfotos und -videos mit meinem Handy machen (und nutze es ja auch schon oft über Wasser), daher kam das genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich nutze das Setup seit einigen Monaten mit meinem iPhone 14 Pro Max.

Der Unterschied mit dem Touchscreen: Wahre manuelle Steuerung freischalten

Viele Smartphones werben zwar mit einer gewissen Wasserbeständigkeit, aber die meisten von uns würden sie wohl kaum ohne Gehäuse absichtlich ins Meer tauchen wollen. Das Besondere am DiveVolk-Gehäuse ist, dass es … volle Nutzung des Touchscreens des TelefonsDas eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten, wie beispielsweise Notrufe an der Oberfläche abzusetzen oder andere Tauch-Apps zu nutzen, sondern auch eine Reihe von Drittanbieter-Apps für Film und Fotografie. Das ist entscheidend, denn um das volle Potenzial der Smartphone-Fotografie und -Videografie auszuschöpfen, möchte man möglichst viele Einstellungen selbst bestimmen können: Verschlusszeit, ISO, Weißabgleich (jedoch nicht die Blende, da diese bei Smartphone-Kameras oft fest eingestellt ist).

Vielseitigkeit im Einsatz: Von britischen Gewässern bis hin zu mediterranen Blautönen

Das Gehäuse von DiveVolk und die Nutzung eines Smartphones sind zudem sehr flexibel an die jeweiligen Umstände anpassbar.Es eignet sich hervorragend zum Gerätetauchen, sowohl für Makro- als auch für Weitwinkelaufnahmen, und der Wechsel zwischen den Modi ist kinderleicht. Dank seiner kompakten Größe ist es auch ideal zum Freitauchen oder Schnorcheln, wofür ich es am häufigsten nutze. Ich habe das System sowohl im relativ grünen und weniger klaren Wasser vor der Küste Großbritanniens als auch im klaren, blauen Wasser des Mittelmeers eingesetzt und es hat sich in beiden Fällen bestens bewährt. Durch die geringe Größe sind Gehäuse und Objektive auch sehr praktisch für Foto- und Videoaufnahmen auf engstem Raum, beispielsweise in Gezeitentümpeln, und auch hier hat es sich als hervorragend erwiesen, insbesondere für Makroaufnahmen.

Ein ehrlicher Testbericht: Meine Gedanken zum DIVEVOLK-Kit

Nachdem ich das DIVEVOLK Unterwasser-Smartphone-Gehäuse nun schon eine Weile nutze, bin ich begeistert. Hier sind meine Eindrücke zu den einzelnen Komponenten:

Das SeaTouch-Gehäuse && Bluetooth-Verschluss

Die Touchscreen-Membran reagiert sehr schnell und präzise, ​​und abgesehen von dem nötigen festen Druck hatte ich keine Probleme damit. Manchmal ist es etwas umständlich, die Hand zum Fotografieren über den Bildschirm strecken zu müssen, und bei Makroaufnahmen verstelle ich durch versehentliches Bewegen des Telefons den Fokus leicht. Hier kommt der... Bluetooth-Verschluss Das war genial, denn ich kann alles auf dem Handy über den Touchscreen steuern, aber wenn ich tatsächlich ein Foto machen oder ein Video starten muss, drücke ich einfach den Auslöser.

Das Weitwinkelobjektiv

Der Weitwinkelobjektiv Auch diese Methode ist sehr gut und stellt effektiv einen Teil des Bildausschnitts wieder her, der sonst verloren geht, wenn man die Kamera hinter einem Flachport platziert und Verzerrungen korrigiert. In den Ecken sind zwar noch leichte Verzerrungen sichtbar (besonders bei Aufnahmen am Meeresgrund), aber nichts Ungewöhnliches. Bei Gegenlichtaufnahmen (was ich häufig mache) können sich Spiegelungen im Gehäuse bilden, was bei solchen Objektiven jedoch üblich ist. Ansonsten gilt wie bei den meisten Unterwasserfotos: Das Weitwinkelobjektiv der iPhone-Ultraweitwinkelkamera spielt seine Stärken am besten bei Nahaufnahmen aus und ermöglicht die klassischen Weitwinkel-Nahaufnahmen.

Das Macro +18 Pro Objektiv

Im Bereich der Makroökonomie war ich äußerst beeindruckt von der +18 Pro ObjektivDie Kamera besteht aus robustem Glas und Metall und liefert bemerkenswert scharfe Bilder. Mit dem Standard-1x-Objektiv des iPhones erzielt sie – zumindest in meinen Augen – ein sehr schönes Bokeh. Mit dem 1x-Objektiv kann ich beispielsweise winzige Seeschnecken, kleine Einsiedlerkrebse oder Kissensterne fotografieren. Dank der 48-Megapixel-Auflösung bietet die Kamera zudem viel Spielraum zum Zuschneiden, insbesondere da die Bilder so scharf sind. Die Videoergebnisse sind so beeindruckend, dass ich diese Kamera der Makro-Videofunktion meiner Hauptkamera vorziehen würde (und sie ist auch viel einfacher zu bedienen!). Wie bei Action-Kameras ist eine der größten Einschränkungen der Smartphone-Fotografie, dass man derzeit keine Blitzgeräte mit einem Smartphone verwenden kann, da diese nicht ausgelöst werden können. Daher sind ein oder zwei starke Videoleuchten oft sehr hilfreich, insbesondere für Makroaufnahmen.

Schlussbetrachtung &Die Zukunft der Unterwasserbildgebung mit Smartphones

Alles in allem bin ich begeistert von den Möglichkeiten, die Smartphones unter Wasser bieten und die stetig weiterentwickelt werden. Natürlich haben Smartphones ihre Grenzen, aber neuere, insbesondere High-End-„Pro“-Modelle, liefern sehr gute Fotos und vielleicht sogar noch beeindruckendere Videos. Die Fotos müssen unter Umständen etwas nachbearbeitet werden, und es empfiehlt sich, mit den RAW-Dateien zu arbeiten, da Smartphones sonst dazu neigen, Bilder zu stark zu bearbeiten. Ich bin aber mit vielen der Fotos und Videos, die ich bisher gemacht habe, sehr zufrieden und habe die Nutzung des Unterwassergehäuses sehr genossen.


Ricky Jehen

Ricky Jehen

Ricky ist PADI Master Scuba Diver Trainer und blickt auf über 20 Jahre Taucherfahrung rund um die Welt zurück – von farbenprächtigen Korallenriffen bis hin zu historischen Schiffswracks. Er lebt auf Bali, Indonesien, und seine Leidenschaft gilt der Unterwasserfotografie und dem Meeresschutz. DivevolkDiving.comRicky teilt praktische Ausrüstungsberichte, Sicherheitstipps und persönliche Geschichten aus der Unterwasserwelt und inspiriert so andere, tiefer zu tauchen und die Schönheit des Ozeans mit den Smartphone-Gehäusen und Zubehörteilen von Divevolk einzufangen.